Stadt Bad Soden am Taunus

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Abwasserverband Main-Taunus saniert vier Kilometer seiner Abwasserkanäle

Der Abwasserverband Main-Taunus beabsichtigt ab Juli 2010 seine Gruppensammler im Bereich der Abwassergruppen Ehlhalten, Hattersheim, Kriftel, Liederbach, Niedernhausen und Sulzbach zu sanieren.

Grundlage hierfür ist die im Rahmen der Eigenkontrollverordnung (EKVO) durchgeführte Erhebung des baulichen IST-Zustandes der gesamten Abwasserkanäle des Verbandes mittels TV-Untersuchung und die darauf aufbauende Sanierungskonzeption. Ziel der Sanierungsmaßnahmen ist die Wiederherstellung und der Erhalt des baulichen und umweltrelevanten Soll-Zustandes von bestehenden Abwasserkanälen gemäß EKVO.

Der Gesamtinvestitionsbedarf für die kurz- bis mittelfristige Sanierung aller Gruppensammler des Abwasserverbandes Main-Taunus mit einer Gesamtlänge von rund 80 km beträgt laut den vorliegenden Sanierungskonzepten ca. 6 Mio. €. Die Kosten der in diesem Jahr geplanten Sanierungen bzw. Reparaturen der festgestellten Kanalschäden betragen rund 700.000,- €.

Die Sanierungsarbeiten sollen planmäßig ab Juli 2010 beginnen und bis voraussichtlich November 2010 abgeschlossen sein. Im Einzelnen werden Schlauchrelining- und Reparaturarbeiten an ca. 80 Kanalhaltungen auf einer Länge von rund 4 km und Sanierungs- bzw. Reparaturarbeiten an ca. 50 Schächten ausgeführt.

Der Großteil der zu sanierenden Kanäle des Abwasserverbandes Main-Taunus befindet sich außerhalb der bebauten Ortslagen im Außenbereich zwischen den einzelnen Mitgliedskommunen, wie z. B. die Sammlerteilstrecken im Bereich zwischen Schwalbach und Sulzbach, Königstein und Kelkheim, Kelkheim und Liederbach, Glashütten und Schloßborn sowie Lorsbach und Hofheim. Einzelne zu sanierende Teilabschnitte befinden sich aber auch in den Ortslagen z. B. von Niedernhausen, Glashütten-Schloßborn, Kelkheim, Liederbach, Kriftel, Bad Soden und Sulzbach.

Die Sanierungsmaßnahmen erfolgen weitgehend in geschlossener Bauweise, das heißt ohne Aufgraben der Kanaltrasse. Das beauftragte Unternehmen, die Firma Erles Umweltservice GmbH aus Meckesheim, bedient sich dabei der Roboter- und Inlinertechnik. Bei der Inlinertechnik bzw. dem Schlauchrelining zieht z. B. eine Winde den sogenannten Inliner, einen Harz getränkten Schlauch aus Nadelfilz oder Glasfaser, in den zu sanierenden Kanal. Danach wird der Inliner mit UV-Licht, Dampf oder Warmwasser erhärtet, so dass quasi ein neuer Kanal im alten entsteht.

In jüngster Zeit wurde in Medienberichten vor Kanalsanierungsunternehmen gewarnt, die vorgegeben haben, in öffentlichem Auftrag private Kanalhausanschlüsse zu untersuchen und zu sanieren. Wir weisen in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass vom Abwasserverband Main-Taunus ausschließlich die Sanierung der verbandseigenen Abwassersammler und nicht die Sanierung von privaten Hausanschlüssen beauftragt wurde.

Der Abwasserverband Main-Taunus sowie das mit der örtlichen Bauüberwachung beauftragte Ingenieurbüro und die mit der Bauausführung beauftragte Firma werden sich in den nächsten Wochen hinsichtlich der erforderlichen Abstimmungen sowohl mit den betroffenen Grundstückseigentümern und Anliegern, aber auch soweit erforderlich mit den zuständigen Stellen wie Stadt- oder Gemeindewerke, Ordnungsamt, Feuerwehr etc. in Verbindung setzen.

Die Sanierungsarbeiten sollen weitgehend nur bei entsprechender trockener Witterung erfolgen. Dadurch können u. a. auch etwaige Flurschäden, z. B. durch das Anfahren der zu sanierenden Kanäle bzw. Schächte durch die Sanierungsfahrzeuge über Feld- und Wiesenflächen vermieden oder zumindest aber auf ein Minimum reduziert werden.

Soweit Grundstückseigentümer oder Anwohner von den Auswirkungen der Kanalsanierungsarbeiten betroffen oder vorübergehend in Mitleidenschaft gezogen werden sollten, wird bereits jetzt um Verständnis gebeten. Die Maßnahme dient der Erfüllung der gestiegenen gesetzlichen Anforderungen für einen verbesserten Umweltschutz.

Ansprechpartner beim Abwasserverband Main-Taunus sind Herr Hielscher oder Herr Kliem (Tel. 06192-9914-0).





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